Auf der Suche nach echten Automatisierungsprofis rief Siemens erstmalig zum Siemens Embedded Award auf. Dieser wurde am Dienstag auf der Hannover Messe 2009 im Convention Center verliehen. Der Wettbewerb wurde in Kooperation mit dem Institut für Automation & Industrial IT der FH Köln durchgeführt. „Als Partner von Siemens waren wir eng in die Vorbereitungen eingebunden", erklärt Prof. Dr. Frithjof Klasen von der FH Köln. „Wir haben die Infrastruktur bereitgestellt, haben an der Aufgabenstellung mitgewirkt und haben vorbereitend die eigentliche Applikation entwickelt." Der Wettbewerb richtete sich an Studenten technischer Hochschulen. Aufgabe war, eine Bedien- und Beobachtungsoberfläche in den Programmiersprachen C# oder VB.NET. zu erstellen - für eine Controlling-Station, die von einem Embedded Controller aus dem Simatic Embedded Automation-Spektrum gesteuert wird.
„Als Jury haben wir uns natürlich alle Anwendungen genau angeschaut und nach den Kriterien Funktionalität, Usebility und Innovation beurteilt", führt Klasen aus. Die drei besten eingereichten Lösungen wurden im Beisein der fünfköpfigen Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft mit Preisen im Gesamtwert von 25000 Euro prämiert. Gewonnen hat eine Applikation von der Hochschule in Winterthur aus der Schweiz, eingereicht von Mario Fürst und Jürg Schlatter. „Hier hat neben der Funktionalität das Thema Innovation und Kreativität eine große Rolle gespielt. Und sicherlich auch die Form der Präsentation. Die haben sich einfach gut verkauft", führt Klasen aus.
„Um die Studierenden der Automatisierungstechnik näher an diese Thema heranzuführen, haben wir den Award in den Universitäten ausgelobt", so Thomas Schott, bei Siemens Leiter Fertigungsautomatisierung. Auch Jurymitglied Dr. Reinhard Hüppe vom Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie beurteilte den Siemens Embedded Award als ein sehr gelungenes Projekt: „Der Award ist für mich eine hervorragende Möglichkeit, junge Studenten in ihrer Arbeit zu bestätigen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich einem Wettbewerb zu stellen."
Das Thema Embedded Automation folgt dem Trend des zunehmenden Einsatzes von IT in Automatisierungstechnik. „Wir haben diesen Trend natürlich in unseren Systemen und Produkten Rechnung getragen, beispielsweise mit dem Modular Embedded Controller", erklärt Schott. Embedded Automation verhält sich wie eine SPS, zusätzlich lassen sich PC-Applikationen integrieren - komplexe Regelungen ebenso wie nahezu beliebige Kommunikationsschnittstellen. Der Clou dieser Kombination: Für den Inbetriebnehmer ergibt sich kein Mehraufwand gegenüber einer SPS - auch dann nicht, wenn die Geräte um
zusätzliche PC-Funktionalität erweitert wurden. PC-Spezialisten wiederum haben jede Freiheit, diese zur Optimierung der Gesamtlösung einzubringen.
„Ich denke, wir werden den Award auf der SPS IPC Drives weiterführen. Denn es wird weitere Produkte in diesem Bereich geben, wie beispielsweise WinAC safety", so Schott abschließend.